Was hat Bach nach Lübeck bewegt?

Im Jahre 1705 wagt der junge Johann Sebastian Bach den 400 km langen Fußweg in die reiche Hansestadt Lübeck, um "das ein oder andere" in der Kunst des großen Organisten Dieterich Buxtehude "zu begreifen".

Statt geplanten vier Wochen bleibt Bach vier Monate. Vier ganze Monate, in denen gelernt, musiziert und Kultur besucht wird, von welcher Lübeck schon damals viel zu bieten hatte. - Zur Zeit seines Aufenthalts konnte die Stadt an der Ostsee ein reges Konzertleben vorweisen: Die "Lübecker Abendmusiken" als erste organisierte Konzertreihe der Welt waren ein musiktouristisches Ziel für Interessierte aus Schweden, Dänemark, den Niederlanden oder dem gesamten deutschsprachigen Raum.

Wir möchten wissen: Was hat Bach gehört, dass er seinen Aufenthalt bei Buxtehude verlängerte? Welche Musik hatte er danach im Gepäck? 

Im Mittelpunkt des Projektes stehen deshalb Werke der großen drei Lübecker Komponisten Dieterich Buxtehude, Franz Tunder und Petrus Hasse d. Ä., aber auch Musik, die außerhalb Lübecks entstanden ist, in der Hansestadt aber musiziert und aufgeführt wurde. Dazu zählen die Werke von u. a. Johann Heinrich Schmelzer, Jan Adam Reincken und mancher italienischer Komponisten.

Wir denken: Wer Bach liebt, wird auch das Lübecker Konzertprogramm des 18. Jahrhunderts lieben und möchten hervorheben, welche Musik ihn zu dem Komponisten gemacht hat, der wohl ewig in seinen Bann ziehen mag.